Herzlich willkommen!

Der etwas andere Gottesdienst

Konfirmandinnen und Konfirmanden laden ein: Samstag, 25. August 2018, 18:30 Uhr

Fenster zum Himmel

Bildungsberater: Sie (!) machen den Unterschied

Ein Kooperationsprojekt des Diakonischen Werkes, des Caritasverbandes Altenkirchen/Aktion neue Nachbarn und des Landkreises Altenkirchen sucht ehrenamtliche Bildungsberater

Ihre Unterstützung benötigen wir hinsichtlich folgender Aufgaben:

  • einen Überblick über die Zugangs- und Abschlussmöglichkeiten im rheinland-pfälzischen Bildungssystem zu geben
  • Möglichkeiten zum Spracherwerb und zur Grundbildung aufzuzeigen
  • das Portal „ich will lernen“ der Volkshochschulen vorzustellen
  • Lotsenfunktion
Die Bildungsberater werden vor Aufnahme der Aufgabe geschult und erhalten eine Aufwandsentschädigung. Das Projekt ist zunächst für den Zeitraum August - Dezember 2018 angesetzt und umfasst nach Absprache ca. 3 Stunden/wöchentlich. Ihre Anfragen richten Sie bitte an Holger Telke, Tel.: 02681/ 81 2486, E-Mail: holger.telke@kreis-ak.de.

Unterwegs entdeckt

An einem Samstag in Koblenz sehe ich die Tür der Citykirche offen stehen. Neugierig gehe ich hinein.

2018-Sommer_Dreifaltigkeit_KoblenzMich empfängt ein heller Raum, durch zwei Altäre gegliedert: einer im ersten Drittel der Kirche ganz nah bei der Gemeinde und ein zweiter ganz vorne, wie gewohnt. Der erstgenannte Altar bildet eine Spitze des Ovals, in dem die Stühle platziert sind. Gemeinde als Gemeinschaft, die sich gegenseitig (an-)sieht und der Altar als Teil des versammelten Runds. Eine „protestantische Sitzform“ des Priestertums aller Gläubigen? In einer katholischen Kirche? Die Zukunft einer einzigen überkonfessionellen Kirche schon spürbar? Doch was entdecke ich im Chorraum?

Ich muss näher heran: von ferne sehe ich den Gekreuzigten, doch mit jedem Schritt näher scheint es, als stehe dort ein Lebendiger, den Kopf zum Himmel gerichtet, die Körperumrisse einer Frau ähnelnd. Die Arme erhoben wie bei einer, die segnet oder einem, der betet. Eine Hand geht fast schon über in die Hand des Schöpfergottes, dargestellt in dem alten überlieferten Bild des Gottvaters als Schöpfer allen Lebens. Und dessen rechte Hand reicht wie ein Bogen zu dem Flügel eines Vogels. Der andere Flügel berührt die Hand des Gekreuzigten oder Auferstandenen.

Jetzt kommt alles zusammen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Wie vielfältig sich Gott uns zeigt! Die Künstlerin Edith Peres-Lethmate weitet unseren Blick und unser Hören. Die Kreuzigung als ein Ton des Dreiklangs im vielstimmigen Konzert Gottes zwischen Tod und Leben, zwischen Himmel und Erde, zwischen gebunden und frei sein. Ich danke denen, die sich 1959 für dieses Chorbildnis entschieden haben! Ich gehe beschenkt aus der Kirche mit einem Bild – unterwegs entdeckt–, das noch immer zu mir spricht.

Vielleicht entdecken Sie auch etwas, das Sie mit uns teilen wollen. Schreiben Sie uns und vielleicht erscheint es im nächsten Gemeindebrief.

Mit guten Segenswünschen Ihre
Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards