Herzlich willkommen!

„Königskinder“ in der Konzertkirche

Orgelerlebniskonzert mit den Orgelmäusen am 29. Oktober um 17 Uhr

orgelmaus2Orgelmäuse an der Christuskirche laden Kinder und ihre Eltern zu einem vergnüglichen Gesprächskonzert ein, um gemeinsam die Königin der Instrumente, die große Orgel, zu entdecken. Der Organist und Musikpädagoge Thorsten Schmehr, Altenkirchen, wird am Freitag, dem 29. Oktober, jungen Menschen mit wachen Augen und Ohren das Weltkulturerbe Orgelbau und Orgelspiel nahebringen.

Passend zum aktuellen „Jahr der Orgel“ heißt es dann „Königskinder heben den Kulturschatz Orgel“. Und 13 junge Orgelmäuse haben sich in den letzten Wochen darauf vorbereitet, den Organisten mit ihrer Neugierde und ihren Fragen zu löchern. Und wer nicht selbst in die Orgel hineinsteigen kann, wird doch per Video-Übertragung das Innenlebens des größten Instruments, das wir kennen, miterkunden können.

Die evangelische Kirchengemeinde ist froh, dass unsere umfangreiche Initiative zur Öffnung unseres Gotteshauses zur Konzertkirche beinahe abgeschlossen ist und nun solche Erlebniskonzerte möglich sind. Demnächst wird die Walcker-Orgel von 1955 mit ihren mittlerweile 35 Registern und zwei Spieltischen in die Deutsche und die Europäische Orgelstraße aufgenommen.

Das geplante Gesprächskonzert kann zu einer Entdeckungsreise junger Menschen zu „ihrer“ Orgel werden. Damit wird zugleich eine ganze Serie von Bildungsveranstaltungen zu dem größten begehbaren Instrument fortgesetzt, die mit dessen Wiederaufbau und der Erweiterung in diesem Frühjahr begann. Während bei voraufgegangenen Veranstaltungen ältere Jugendliche, aber auch Fachleute wie Organistinnen und Organisten angesprochen wurden, rücken nun die Jüngeren in den Blick. Kindergarten- und Schulkinder können die Orgel und ihre Klangfülle kennenlernen und damit diesem alten Kulturerbe auch eine Zukunft geben.

Das Konzert in der Konzertkirche am Schlossplatz beginnt am 29. Oktober um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Werner Jung

Eine geheime Nachtmusik

Gerne laden wir wieder zu nächtlichem Kunstgenuss bei Kerzenlicht ein. Um 2 Uhr beginnt die dunkelblaue Reise, um dann, nach einer Stunde Musik, um 2 Uhr zu enden. Haben wir die Mondscheinsonate jetzt wirklich gehört? Ist tatsächlich ein Maori-Wiegenlied erklungen? Wurde da eine Gutenachtgeschichte gelesen? War alles nur ein Traum?

Von Norwegen bis Haiti, von Dänemark in die USA nehmen wir Sie mit, zeigen, wie Menschen der Nacht in Tönen und Worten begegnen. Ob das Schlaflied in einer Jurte unter den Nordlichtern gesungen wird oder in einem Kinderzimmer im 49. Stock einer nordamerikanischen Großstadt, ob schlichtes Volkslied oder Lyrik kunstvoll in Töne gesetzt, ganz leicht finden die Miniaturen den Weg ins Herz.

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Mit Träumereien von Cage, Grieg, Chopin und anderen begleitet Anna Keck am Klavier das Vokale. Mond und Sterne zum Reinbeißen gibt es auch wieder.

Stellen Sie ihren Wecker und kommen Sie: Sonntag, den 31. Oktober um 2 Uhr (ja, in der Nacht der Zeitumstellung) in die Christuskirche in Altenkirchen. Wir freuen uns auf Sie.

Ente, Tod und Tulpe

Sonntag, 31. Oktober 2021, 17 Uhr: Die Barthelsbühne kommt in die Konzertkirche

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Die lebensfrohe kleine Ente genießt jeden Tag an ihrem Teich, sie schwimmt und gründelt nach Herzenslust und träumt von einem stattlichen Erpel … stattdessen begegnet ihr der Tod.

Nicht düster und gruselig mit Sense kommt dieser daher. Fast freundlich, aber bestimmt nähert er sich der kleinen Ente, die ihn nach dem ersten Schrecken mehr und mehr als Gesellschaft akzeptiert und in ihren Tagesablauf einbindet – und sich schließlich sogar mit ihm anfreundet.

Der Tod lässt sich auf die kleine Ente ein und während er ihr das Sterben nahe bringt, lernt er durch sie die Vielfältigkeit des Lebens kennen.

Eine Geschichte über das Leben und das Sterben und die Fragen, die wir uns alle – ob Groß oder Klein – schon einmal gestellt haben: Wie wird es sein, wenn ICH sterbe, wie fühlt es sich an? Und was kommt danach?

Philosophisch, besinnlich und traurig, aber auch tröstlich, komisch und überraschend – ganz so wie das wahre Leben.

2007 schuf Wolf Erlbruch ein anrührendes Bilderbuch, auf dem dieses Theaterstück basiert. Für seine Arbeiten als Illustrator und Kinderbuchautor wurde Erlbruch bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Kinder- und Jugendliteraturpreisen ausgezeichnet.

Altenkirchener Kantorei wünscht sich Zuwachs

Die Kantorei an der Christuskirche singt wieder. Der mehr als 100 Jahre alte Chor bekam vor drei Jahren die Zelter-Plakette des Bundespräsidenten verliehen. Jetzt freuen sich seine ca. 25 Mitglieder, in Michael Ullrich bis auf weiteres einen neuen Chorleiter gefunden zu haben.

Der ehemalige Leiter der Kreismusikschule wurde einstimmig gewählt und plant schon verschiedene Auftritte. Derzeit proben die Sängerinnen und Sänger u.a. Stücke von Mendelssohn-Bartholdy und Graupner – über die der studierte Musiker Ullrich auch forscht und deren Stücke er bearbeitet hat.

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„Weitere Singbegeisterte, vor allem im Tenor, sind uns willkommen“, wirbt der Vorsitzende der Kantorei, Ernst Walter Thomas, Altenkirchen. Und er unterbreitet noch ein Angebot für Menschen, die sich nur auf Zeit binden möchten: „Wie schon vor der Pandemie ist auch eine zeitlich begrenzte Mitwirkung denkbar, also etwa für Vorbereitungen auf ein bestimmtes Konzert.“ Und sein Stellvertreter, Klaus Brag, ergänzt: „Da haben schon manche bei uns Feuer gefangen und sind geblieben – schließlich singen wir ja mit Begeisterung Liedgut mit Tiefgang!“ Auf Nachfrage erinnert er an die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratoriums zum 500. Reformationsjubiläum 2017.
Zum diesjährigen Reformationstag sollen Choräle aus der Feder von Martin Luther sowie weitere Stücke zu reformatorischen Themen erklingen. Auch beim traditionellen Adventssingen wird sich der Kirchenchor beteiligen.

Und auf die Eröffnungsfeierlichkeiten der „Konzertkirche“ im März kommenden Jahres bereitet sich auch die Kantorei demnächst vor. Denn da wird es u.a. einen Festgottesdienst, ein Orgelkonzert mit dem ehemaligen Altenkirchener Kantor Alexander Kuhlo, München, und ein Gesprächskonzert von Prof. Michael Kaufmann, Heidelberg, zum Thema „Krönung einer Königin: Orgelbau und Orgelmusik als immaterielles Weltkulturerbe“ geben. Dass in diesem Kontext auch ein gemeinsames Konzert aller kirchenmusikalisch Aktiven der Gemeinde vorgesehen ist, erscheint plausibel – mit renovierter Orgel, der Kirchenband, dem Posaunenchor und eben der Kantorei an der Christuskirche.

Die regelmäßigen Proben der Kantorei finden montags um 19.30 Uhr im Martin-Luther-Saal unter der Konzertkirche am Schlossplatz statt.

Lasst uns aufeinander achthaben...

...und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken...

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... und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, ... – so geht der Satz im Hebräerbrief weiter. Es folgt eine vollmundige Drohung gegen „mutwillige Sünder“ und solche, die „den Sohn Gottes mit Füßen treten“. Und es endet mit dem Hinweis auf Gott, der Rache und Vergeltung übt.

Wie man sieht, setzt man im Bild oben auf eine andere Strategie, um Menschen zum Guten zu bewegen. Ob die Herzchen und das Glas mit dem „Schluch“ selbst schon ein gutes Werk sind oder ob sie zu einem solchen anspornen sollen, etwa als Belohnung – beides ist denkbar. Und beides lässt sich gut mit den ersten Worten des Verses verbinden: „aufeinander achthaben“. Mir ist da sogleich die moderne Vokabel der „Achtsamkeit“ in den Sinn gekommen.

Sicher nicht verkehrt, diese Achtsamkeit. Statt: Ist mir doch egal. Oder: Was hab ich damit zu tun? Oder: Sollen doch erst mal die anderen... Oder: Hat doch eh keinen Zweck! Und die Drohung mit Konsequenzen als Motivation zu rechtem Handeln hat bei uns – zumindest in der Theorie – schon seit längerem ausgedient. Alles also nur eine Frage der Taktik? Einerseits schon: Schließlich zählt, was hinten raus kommen soll – die guten Werke.

Andererseits beschleicht mich das Gefühl: Hier wird der Kampf für Gerechtigkeit – und das ist es doch letzten Endes – verniedlicht und verharmlost. Das gute Werk – ein Zuckerwerk? Spricht so eine Kirche, die dem folgt, der mit Vollmacht sprach, so dass sich die Leute entsetzten (Mt 7,28f)?

Ich meine: Es muss ja nicht gleich Hebr. 10, 31 sein, aber etwas forscher dürfte es ruhig zugehen bei uns. Auf dass wir nicht in der Belanglosigkeit verschwinden.

Martin Gerhards

Text: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Grafik: © GemeindebriefDruckerei