Herzlich willkommen!

Musik zur Marktzeit im Frühling

Die Konzertkirche lädt wieder ein zur „Musik zur Marktzeit“ im Frühling! Jeden Donnerstag um 11 Uhr erwartet Sie feine Musik, und das durchaus auch mal ohne Orgel... Wir freuen uns auf Sie!

MzM Plakat

LSBT*IQ-Aktionswoche

Ab Sonntag 16. Mai bis zum 22. Mai findet landesweit die Aktionswoche des Netzwerkes LSBT*IQ statt und macht darauf aufmerksam, dass noch immer viele Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Beziehung ausgegrenzt und diskriminiert werden.

186564116_797528814210673_2675227640632987335_nDie evangelische Kirchengemeinde Altenkirchen beteiligt sich mit vielen anderen Christ:innen, Institutionen, dem Kirchenkreis Altenkirchen und der Landeskirche an der Aktionswoche und zeigt mit dem Hissen der Regenbogenfahne an der Kirche ihre Solidarität mit den Ausgegrenzten. Mehr noch: Wir setzen ein öffentliches Zeichen:

1. Für die gottgewollte Vielfalt, die wir in allen Bereichen der Schöpfung wiederfinden
Gott selbst bildet sich ab nicht allein im „Männlichen“ oder im „Weiblichen“, sondern beides ist zugleich in jeder Frau, in jedem Mann sowie im Pflanzen- und Tierreich lebendig und spiegelt darin die Gottebenbildlichkeit der geheimnisvollen Vielfalt aller Geschlechtlichkeit.

2. Für die Nachfolge Jesu, der uns vorgelebt hat, sich für die Würde jedes einzelnen Menschen einzusetzen
Als Kirche ist es darum unsere Aufgabe, uns für ein respektvolles und gleichberechtigtes Zusammenleben in Vielfalt stark zu machen und in die Gesellschaft hineinzuwirken.

3. Für die Botschaft, dass Gottes Liebe allen Geschöpfen gilt unabhängig von der geschlechtlichen Orientierung
Heute wissen wir, dass diese Orientierung (ähnlich wie die Bestimmung, ob wir Rechts- oder Linkshänder sind) angeboren und keine Krankheit ist. Homosexualität, Bisexualität und Heterosexualität sind gleichwertige Formen menschlicher Liebe und Sexualität, die verantwortlich vor Gott und den Menschen gelebt werden sollen. Die Liebe Gottes hat lediglich dort ihre Grenze, wo Menschen andere unterdrücken, Geschöpfe ihrer Würde beraubt werden und wo man Ungerechtigkeit nicht widerspricht. Theologie darf darum unserer Meinung nach niemals dazu gebraucht werden, Menschen in ihrer geschöpflichen Identität in Frage zu stellen. Darum ist jede Diskriminierung und Versuche der „Heilung“ durch Beten und Konversionstherapien abzulehnen.

4. Für die Segnung nicht heterosexueller Paare
2016 hat die Evangelische Landeskirche dazu die kirchenrechtliche Grundlage geschaffen. Wenn Gott sich selbst mit seiner Liebe in aller Vielfalt der Geschöpflichkeit und sexueller Identität wiederfindet, können wir den Segen Gottes nicht nach unseren Vorstellungen eingrenzen.

Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Altenkirchen
Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards, Vorsitzende

Wir suchen – Sie!

Vieles ist im Umbruch, in der Welt, in unserem Land und in unserer Kirchengemeinde. Wir wollen neue Wege einschlagen und frische Ideen entwickeln für ein lebendiges und fröhliches Miteinander!

131_3607_RGBVielleicht haben Sie Ideen, wie Gottesdienste lebendiger gefeiert werden können, wie wir Kindern und Jugendlichen mehr Raum zum Experimentieren geben können, Lust auf mehr Feste und Gemeinschaft. Vielleicht haben Sie Lust, ganz praktisch etwas zu tun (schreiben, fotografieren, Rasen mähen, Besuche machen...) Neben den Einrichtungen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen ist auch das Presbyterium ein Ort, um solche Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Zur Zeit können wir 2 Stellen besetzen. Haben wir Sie neugierig gemacht? Schreiben Sie uns oder rufen Sie die untenstehende Nummer an oder sprechen Sie ein Mitglied aus dem Presbyterium oder unsere Mitarbeitenden an. Jede und jeder bringt sich je nach den eigenen Möglichkeiten ein. Da gibt es kein Muss, sondern nur das gemeinsame Vorhaben, unsere Gemeinde aktiv zu gestalten. Und wenn es doch nicht direkt das Amt des Presbyters/der Presbyterin sein soll – es gibt noch viele andere Bereiche, wo Ihre Kreativität gefragt ist! Wo würden Sie sich gerne einbringen?

  • im Presbyterium
  • für lebendige Gottesdienstformate
  • in der KonfiKidsarbeit/Konfirmandenarbeit
  • in der Kirche mit Kindern
  • auf musikalischer Ebene (Kantorei, Kirchenband, Posaunenchor...)
  • in Angeboten für und mit jungen Erwachsenen
  • mit Besuchen von Kranken oder Älteren
  • bei Aktionen in der Ökumene oder im gesellschaftsdiakonischen Bereich
  • in der Öffentlichkeitsarbeit u.a. bei der Mitwirkung am Gemeindebrief und der Gestaltung der Homepage
  • bei Veranstaltungen/Gottesdiensten mit Audio, Video und Lichttechnik
  • in der Gestaltung des Geländes um Kirche und Kita herum
  • in einer der Einrichtungen (Kita, KOMPA, Bücherei)
Schreiben Sie uns an
altenkirchen.ak@ekir.de oder
Ev. Kirchengemeinde AK im Stadthallenweg 16, 57610 AK oder
Telefon 0152/5366 6371.

Zukunftsplan: Hoffnung

Wie gerne wollen wir genauer wissen, ob wir bald den größten Berg der Corona-Pandemie überwunden haben, ob wir im Sommer die verschobene Geburtstagsfeier nachholen können oder ob wir bald ohne Einschränkungen Gottesdienst feiern oder ins Kino, ins Restaurant oder zum Sportverein gehen können.

webseite_downloads_titelbild_2022_wgt_print_copyright_wdpicWie schön wäre ein Plan, der uns hoffen lässt. Für den diesjährigen Weltgebetstag haben Frauen aus England, Wales und Nordirland einen Bibeltext gewählt, der uns genau solche Hoffnung auf Zukunft macht. Der Prophet Jeremia schreibt dem Volk Israel, das nun schon mehrere Jahre nicht mehr in der Heimat lebt, mit ganz anderen Sitten und Kulturen konfrontiert ist und seinen Glauben nicht mehr wie früher im Tempel feiern kann:

"Baut Häuser und wohnt darin! Pflanzt Gärten und verzehrt ihren Ertrag! Heiratet! Sorgt und betet euch um das Wohl der Stadt! Denn in ihrem Wohl liegt auch euer Wohl! Denn Gott spricht: Ich habe Pläne des Friedens und nicht des Unglücks. Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben!" (Jeremia 29, 5,7,11)

Ein Haus bauen und Gärten pflanzen – das macht man nicht nur für ein paar Monate. Das tun wir dann, wenn wir davon ausgehen, dass wir längere Zeit bleiben werden; wenn wir uns innerlich darauf einlassen, aus dem, was uns jetzt gegeben ist, was uns vor den Füßen liegt, etwas Gutes, Lebenswertes machen zu wollen.

Genau dazu fordert uns Gott auf. Macht uns Mut. Und sagt indirekt: die Zukunft liegt nicht darin, dass wieder alles so wird, wie es war. Und dem können wir nur zustimmen: Nach einer schweren Krankheit sehen wir mit neuen Augen auf das Leben. Nach einem Krieg wird nichts mehr so sein wie vorher, ohne Leid, Gewalt und Tod. Auch wenn wir den höchsten Berg der Corona-Pandemie überwunden haben, werden wir alle anders leben. Das, was bis dahin selbstverständlich war – eine Umarmung, in einem Raum zusammen feiern, essen, tanzen, lachen; sich allein durch die Mimik etwas zu verstehen geben und manches andere – werden wir viel mehr schätzen und als etwas Kostbares und Gemeinschaftsstiftendes wahrnehmen.

Und dies gilt auch für die Zukunft in unserem weltweiten Miteinander. In der Vergangenheit suchten wir uns in der globalen Vernetzung bislang nur die Vorteile heraus: so billig wie möglich T-Shirts kaufen, ein Handy, ein („Billy“-) Regal, Kaffee und Bananen, und wer konnte, machte Urlaub in der unversehrten Naturschönheit von Südsee-Inseln.

Das Corona-Virus zeigt uns, dass die globale Vernetzung auch alles, was uns krank macht, an jeden Ort der Welt bringt, zeigt uns auch die negativen Folgen unseres Lebensstils, stärker, als die flüchtenden Menschen und die Klimaerwärmung es bisher getan haben. Eine Zukunft nach Corona kann keine sein, in der alles wieder wird wie früher.

Hier hinein hören wir jetzt Gottes Verheißung. Der Prophet Jeremia öffnet uns die Augen und lädt uns ein: Schottet euch nicht ab von dem, was ihr jetzt vorfindet. Lernt daraus, baut euer Leben neu auf mit all euren Erfahrungen. Pflanzt Gärten. Sorgt euch um das Wohl der fremden Stadt. Wenn es ihr gut geht, geht es auch euch gut.

In wenigen Wochen erinnern wir uns an den Weg Jesu zum Kreuz und feiern seine Auferstehung. Die Jünger hätten sich nichts sehnlicher gewünscht, als die „gute alte Zeit zurück“ mit Jesus an ihrer Seite.

Diese gibt es nicht und sie ist auch nicht Gottes Plan. Gott hat andere Pläne. Der Schöpfer schöpft neue Möglichkeiten, wenn wir Geschöpfe längst erschöpft sind. Gott stiftet inmitten von Gewalt und Schuld, im Tod Jesu am Kreuz, mitten in Erfahrungen von Leid und scheinbarer Hoffnungslosigkeit gegen alle Vernunft, Hoffnung auf Leben – so wie die Blume zwischen den Steinen auf dem Bild hervorbricht.

Hoffnung auf Ostern, auf ein helles Licht und befreiende Weite. Gott bleibt an unserer Seite, im Stückchen Brot und in der Gemeinschaft der Glaubenden wie bei den Emmaus-Jüngern, und verspricht mit dem auferweckten Christus: Ich bin bei euch alle Tage eures Lebens bis zum Ende der Welt.

Daran – an diese Taufzusage – dürfen wir glauben. Darum haben wir auch jetzt Grund, wie das Volk Israel zu Zeiten von Jeremia, Gott zu vertrauen, auf Gottes Pläne des Friedens und der Zukunft zu hoffen. Lasst uns Gärten pflanzen und gemeinsam sorgen und beten um das Wohl der Stadt, um das Wohl unserer Erde.

Alles Gute und
Gottes Segen wünscht Ihnen
Pfr‘in Gudrun Weber-Gerhards

Bild: „I Know the Plans I Have for You“ von Angie Fox
©2020 World Day of Prayer International Com., Inc.