Kantorei

Herzlich Willkommen bei der Kantorei der Christuskirche Altenkirchen!

Die Kantorei der Ev. Kirchengemeinde Altenkirchen besteht seit 1883 und umfasst derzeit etwa 35 aktive Sängerinnen und Sänger. Die musikalische Leitung hat Irmgard Nemitz.

Der Chor probt einmal wöchentlich, immer dienstags von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr im Martin-Luther-Saal unterhalb der Christuskirche.

Wenn Sie Interesse am Mitsingen haben, weitere Informationen wünschen, Fragen oder Anregungen haben, dann stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Ernst Walter Thomas
57610 Altenkirchen
02681 3966
ewt@gmx.de

Kantorei erhält die Zelterplakette

In der Rhein-Zeitung vom 29.11.2018 erschien in der Lokalausgabe folgender Artikel:

Chor nach der VerleihungFestakt zur Verleihung der Zelterplakette

Kantorei der Christuskirche hoch dekoriert
Chor nahm in Weiler die Zelter-Plakette entgegen
Von unserer Mitarbeiterin
Julia Hilgeroth-Buchner

Altenkirchen. Als die kleine Pkw-Kolonne den Weg aus dem Westerwald nach Weiler im Hunsrück antrat, da rückte sie für die 17 Reisenden in greifbare Nähe: die „Zelter-Plakette“ und damit die höchste Auszeichnung, die Laienchöre bundesweit erhalten können. Nun war er da, der Tag, an dem die berühmte Medaille an die Kantorei der Altenkirchener Christuskirche verliehen wird – ein Ereignis mit umfangreicher Vorgeschichte und (wie sich später herausstellte) einem glanzvollen Verlauf.

Klaus Brag, langjähriges Mitglied der Kantorei und „Drahtzieher“ des ganzen Prozesses, berichtete, wie es zu der großen Ehre kam. „Im Winter 2016 habe ich angefangen, die Chronik unseres Chores aufzuarbeiten. Fündig wurde ich vor allem im Kreisarchiv“, sagt der passionierte Sänger. „Ein genauer Nachweis für das Gründungsjahr kann zwar nicht erbracht werden, aber es gibt bereits Hinweise auf den Kirchenchor, die aus der Zeit nach der Grundsteinlegung der Altenkirchener ,Schinkelkirche' im Jahr 1824 stammen.“

Da zu den Kriterien für die Plakette ein mindestens 100-jähriges Bestehen einer Chorgemeinschaft gehört, war die Kantorei also auf der sicheren Seite. Brag reichte schließlich einen dicken Hefter mit Unterlagen ein, der die musikalische Historie mit Chronologie der Chorleiter und der Aufführungen umfasste. Anfang 2018 traf dann die frohe Kunde ein, dass das Gründungsdatum „7. November 1883“ anerkannt wird und der Chor die Auszeichnung verliehen bekommt.

„Zur Vorbereitung der Feierlichkeit schickte uns der in Weiler tätige Kantor Lukas Stollhof Noten für das Hochamt in der Pfarrkirche“, erinnert sich Brag. „Wir haben dann mit unserem Kantor Johann Ardin Lilienthal fleißig geprobt.“ Der Kreiskantor und auch etliche Kantoreimitglieder konnten am Jubeltag nicht mit nach Weiler reisen, wünschten den Delegierten aber viel Glück. „Wir haben das feierliche Hochamt unter insgesamt 120 Sängern mitgestaltet. Es hat sehr gut geklappt“, schwärmt Brag. Der Festakt zur Auszeichnung der sieben nominierten rheinland-pfälzischen Kirchenchöre schloss sich unmittelbar an die Messe an. Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro überreichte Kantorei-Mitglied Ernst Walter Thomas stellvertretend für den gesamten Chor Plakette und Urkunde und hielt die Laudatio:

„Mit dieser höchsten staatlichen Auszeichnung für Laienensembles der Kultur, die ich im Auftrag des Bundespräsidenten überreiche, ist ein großer Dank für Ihr langjähriges Engagement verbunden.“ Auch Karl Wolff, der Präsident des Chorverbandes Rheinland-Pfalz, gratulierte den Altenkirchenern. Nach dem Foto-Shooting und einem üppigen Imbiss ging es zurück nach Hause. „Wir möchten dem Kirchenchor Cäcilia Weiler ganz herzlich für die Gastfreundschaft danken“, betont Brag.

Wo Urkunde und Plakette künftig ausgestellt werden, steht noch nicht fest. Umso sicherer ist aber, dass der Chor sich nicht auf den Lorbeeren ausruht. Brag verrät schon ein wenig: „Wir planen ein großes, kirchenkreisweites Projekt.“ Wenn mit der Plaketten-Verleihung auch ein tolles Ziel erreicht worden ist, so ist die aktuell rund 35-köpfige Kantorei dennoch nicht wunschlos glücklich. „Wir brauchen dringend neue Sänger, vor allem Männerstimmen“, betont Klaus Brag. Das Edelmetall steht für eine gute Vergangenheit, nun geht der Blick nach vorne – in eine klingende Zukunft.