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Endlich Sommer!

Die Evangelische Kirchengemeinde Altenkirchen wünscht allen schöne Sommerferien, wo auch immer Sie sind!

Sommer

EKD-Ratsvorsitzender predigt am 22. Juli in Daaden

DrKirchenkreis Altenkirchen: Mehr als 1000 Terminanfragen erhält das Büro des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche Deutschlands jedes Jahr. Ständig ist der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche und Landesbischof in Bayern im In- und Ausland unterwegs, trifft Staatsoberhäupter und Kirchenvertreter, wie Präsident Barack Obama oder Papst Franziskus. Immer wieder werden Themen, Inhalte und Wichtigkeit der vielfältigen Termine mit dem Mitarbeiterstab geprüft, bis man sich letztlich auf einige wenige festlegen kann. Der höchste protestantische Würdenträger ist gefragt und insbesondere die Gottesdienste, wie z. B. im Berliner Dom oder der Dresdner Frauenkirche, die live im Fernsehen übertragen werden, sind dabei heiß begehrt.

„Es muss also schon eine besondere Veranstaltung sein, um die Zusage zur Teilnahme von Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm aus der Ratskanzlei zu erhalten“, weiß Thorsten Bienemann, Männerbeauftragter unseres Kirchenkreises.

Vorbereitungen laufen seit zwei Jahren

Seit rund zwei Jahren steht er bereits mit dem Büro des Bischofs in Kontakt, denn er hat ihn zu einem Festgottesdienst in den Westerwald eingeladen. „Und die Veranstaltung in Daaden war von Beginn an in der engeren Wahl“ so Bienemann. „Wir sind bei all den Terminen immer in der Auswahl geblieben.“ Dabei kann die Männerarbeit des Kirchenkreises auch einige Pfunde in die Waage werfen. Nicht nur, dass die Arbeit über die kreiskirchlichen Grenzen hinweg großen Zuspruch erfährt, auch innerhalb der Landeskirche ist man längst auf die Angebote aufmerksam geworden.

Unlängst wurde die Männerarbeit des Evangelischen Kirchenkreises als eines von drei sogenannten Leuchtturmprojekten mit dem Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet und erlangt damit auch bundesweit Beachtung, da in den großen, überregionalen Printmedien wie der Zeit, Süddeutsche Zeitung, FAZ, Die Welt, Schweriner Volkszeitung, etc. im Beilagenheft „Chrismon“ mit beinahe zwei Millionen Auflagenstärke darüber berichtet wird.

Eine Reihe namhafter Prediger bei der Männerarbeit

Der Besuch des EKD-Ratsvorsitzenden bildet den Höhepunkt in der Reihe der bisherigen Gottesdienste der Männerarbeit, zu denen bereits namhafte Prediger in den Westerwald kamen. Ob der EKD-Medienbischof, der Präses der rheinischen Kirche oder der Landesbischof von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, sie alle waren bereits im Kreis Altenkirchen zu Gast. „Dabei ist es gar nicht mal so einfach, diesen besonderen Gottesdienst zu bewerben“ so Thorsten Bienemann. Denn der Männersonntag hat, sozusagen, ein Imageproblem. „Mehrfach wurde schon berichtet, dass sich Frauen auf Grund der Namensgebung ausgeschlossen fühlen und ferngeblieben sind, weil sie gedacht haben, es ist nur für Männer.“

Seit 1945 feiert die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) jährlich mit einem Gottesdienst den Männersonntag. „Der Grundgedanke war damals, dass den vom Krieg traumatisierten Männern wieder Mut gemacht werden sollte und sie in ihrer schwierigen Lage Hilfe und Orientierung finden.“ Auch heute noch ist die Männerarbeit ein wichtiges Instrument, um neue Orientierung zu geben und Glaubensperspektiven zu eröffnen, selbst wenn die Inhalte sich gewandelt haben mögen. „Die generationen-übergreifende und auch an vielen Stellen ökumenische Ausrichtung der Männerarbeit im Kirchenkreis Altenkirchen, knüpft bewusst an den Lebens- und Arbeitssituationen vieler Männer an“ so der Männerbeauftragte des Kirchenkreises.

Männer engagieren sich vielfältig

„Sie gibt Ihnen zudem die Möglichkeit, sich zu engagieren, sich für andere einzusetzen und zu helfen. Umso wichtiger ist es, daran zu arbeiten, die Möglichkeiten im Bewusstsein der Menschen zu halten, die Kirche uns bietet“. Dabei hat sich auch der Gottesdienst gewandelt. „Mit unserem Festgottesdienst rücken wir die Männerarbeit und unsere Themen während des Jahres verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Längst haben Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Mehrgenerationenarbeit Einzug gehalten.“ Und so hofft Bienemann, dass der Gottesdienst mit dem Ratsvorsitzenden am

Sonntag, 22.Juli, 14 Uhr in der Ev. Barockkirche in Daaden

nicht nur gut besucht ist, sondern dass auch möglichst viele Frauen anwesend sind. Der Gottesdienst selbst ist dabei prominent besetzt. Besucher aus EKD, Landeskirche, Landesregierung sowie Bundes- und Landespolitik sind Gast der hochkarätigen Veranstaltung, der Bundesposaunenwart wirkt an der musikalischen Ausgestaltung mit. Neben einem Eintrag Bedford-Strohms in das goldene Buch der Stadt stehen an dem Sonntag zudem eine Ausstellung, ein Platzkonzert der Daadetaler Knappenkapelle und ein anschließender Empfang im Evangelischen Gemeindehaus auf dem Programm, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Der neue Gemeindebrief ist da!

183seite01Wie immer finden Sie ihn zum Durchblättern und Herunterladen auch auf der Seite Gemeindebrief.

Jubiläumskonfirmation 2018

Am Sonntag, den 27. Mai 2018, erinnerten sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Jahrgänge 1968, 1958, 1953, 1948 und 1943 in einem festlichen Gottesdienst und anschl. Mittagessen an ihre Konfirmation.

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Bilder: Foto Schäfer

Unterwegs entdeckt

An einem Samstag in Koblenz sehe ich die Tür der Citykirche offen stehen. Neugierig gehe ich hinein.

2018-Sommer_Dreifaltigkeit_KoblenzMich empfängt ein heller Raum, durch zwei Altäre gegliedert: einer im ersten Drittel der Kirche ganz nah bei der Gemeinde und ein zweiter ganz vorne, wie gewohnt. Der erstgenannte Altar bildet eine Spitze des Ovals, in dem die Stühle platziert sind. Gemeinde als Gemeinschaft, die sich gegenseitig (an-)sieht und der Altar als Teil des versammelten Runds. Eine „protestantische Sitzform“ des Priestertums aller Gläubigen? In einer katholischen Kirche? Die Zukunft einer einzigen überkonfessionellen Kirche schon spürbar? Doch was entdecke ich im Chorraum?

Ich muss näher heran: von ferne sehe ich den Gekreuzigten, doch mit jedem Schritt näher scheint es, als stehe dort ein Lebendiger, den Kopf zum Himmel gerichtet, die Körperumrisse einer Frau ähnelnd. Die Arme erhoben wie bei einer, die segnet oder einem, der betet. Eine Hand geht fast schon über in die Hand des Schöpfergottes, dargestellt in dem alten überlieferten Bild des Gottvaters als Schöpfer allen Lebens. Und dessen rechte Hand reicht wie ein Bogen zu dem Flügel eines Vogels. Der andere Flügel berührt die Hand des Gekreuzigten oder Auferstandenen.

Jetzt kommt alles zusammen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Wie vielfältig sich Gott uns zeigt! Die Künstlerin Edith Peres-Lethmate weitet unseren Blick und unser Hören. Die Kreuzigung als ein Ton des Dreiklangs im vielstimmigen Konzert Gottes zwischen Tod und Leben, zwischen Himmel und Erde, zwischen gebunden und frei sein. Ich danke denen, die sich 1959 für dieses Chorbildnis entschieden haben! Ich gehe beschenkt aus der Kirche mit einem Bild – unterwegs entdeckt–, das noch immer zu mir spricht.

Vielleicht entdecken Sie auch etwas, das Sie mit uns teilen wollen. Schreiben Sie uns und vielleicht erscheint es im nächsten Gemeindebrief.

Mit guten Segenswünschen Ihre
Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards