Herzlich willkommen!

Das Café öffnet wieder im Kirchgarten

Herzliche Einladung zu Getränken und Gesprächen am Samstag, den 20. Juni, um 15 Uhr neben der Kirche!

Cafe im Kirchgarten 06 2026

BrassConnection des CVJM konzertiert in Altenkirchen

Kupfer-Zink-Verbindungen füllen die Konzertkirche Altenkirchen

Dem 21. Juni fiebert die Gruppe BrassConnection, eine Formation des CVJM Westbund entgegen, denn an diesem Sonntag werden die Mitglieder des „Christlichen Verein junger Menschen“ aus dem Westen der Republik in der Evangelischen Christuskirche Altenkirchen um 18 Uhr ein Bläserkonzert unter dem Titel „Psalmvertonungen“ geben, das es in sich hat.

Und der Name der Formation ist fast schon Programm, denn es zielt musikalisch auf Klänge aus warm-goldfarbenen Blasinstrumenten, die aus Messing, also wesentlich aus der Verbindung der Metalle Kupfer und Zink, bestehen und dessen eigentümlichem Klang sich - auch im Westerwald – viele Menschen verbunden wissen. Aber es ist nicht nur die chemische Verbindung (Connection), auf die die Gruppe mit ihrem Namen hinweist. Connection steht für sie nicht nur für intensive Verbindungen der Bläser und Bläserinnen zu ihren Instrumenten, zu ihrer Instrumentalgruppe und zur Musik, die sie spielen, sondern auch zu den Themen und Motiven, aus denen ihre Musik erwächst: „Psalmvertonungen“, also geistliche Musik, die seinen Ursprung im christlichen Glauben hat.
BrassConnection
Hinter diesem Auswahl-Ensemble stehen über 300 Posaunenchöre, in denen insgesamt mehr als 6.000 Bläserinnen und Bläser in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen musizieren. Dabei umfasst die Posaunenchor-Tradition des CVJM bereits mehr als 120 Jahre, in denen aus Freude an der Musik und zum Lobe Gottes musiziert wird.

Das aktuelle 15-köpfige Auswahlensemble mit Bläserinnen und Bläsern zwischen 19 und 52 Jahren kommt nun zu einem Gastkonzert in die Konzertkirche Altenkirchen. Die Gruppe selbst besteht seit 1992 und bringt Musik aus allen Epochen zusammen: von der Renaissance bis Pop, von klassisch bis swingend. Alt trifft Neu, Tradition trifft Moderne – und das erst ergibt ihren Sound, an dem zweimal im Monat in Wuppertal, der Zentrale des CVJM Westbund, gefeilt wird.

Der zeitlich weite Horizont, vom Mittelalter bis in die Gegenwart, und die Mischung der unterschiedlichen Genres und Stile soll nach dem Willen der Veranstalter die reiche Vielfalt der Musik in den christlichen Posaunenchören zum Klingen bringen und auch in der Region Altenkirchen mit seiner vielfältigen Bläserchor-Tradition neue motivierende Impulse setzen.

Der Eintritt zum Konzert am Sonntag, dem 21.Juni, 18 Uhr, ist frei. Spenden werden allerdings dankbar angenommen.

Ein neues Chorprojekt: „Hör mein Bitten“

Musikbegeisterte Sängerinnen und Sänger sind zu einem neuen Chorprojekt unter dem Titel „Hör mein Bitten“ eingeladen. Das Projekt bietet wieder eine Gelegenheit, gemeinsam anspruchsvolle Werke der Kirchenmusik zu erarbeiten und zur Aufführung zu bringen.

Die Proben beginnen am 14. April 2026 und finden jeweils dienstags von 19:30 bis 21:30 Uhr im Martin-Luther-Saal unter der Christuskirche in Altenkirchen statt. Auf dem Programm stehen bedeutende Werke der Chorliteratur:

  • Franz Schubert: Messe in F-Dur, D 872
  • Felix Mendelssohn Bartholdy: Hör mein Bitten
  • Charles Gounod: Messe Brève Nr. 7
Die erarbeiteten Stücke werden am 10. und 11. Oktober 2026 in zwei Konzerten aufgeführt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kreiskantorin Hyejoung Choi. Interessierte können sich ab sofort per E-Mail anmelden unter: hyejoung.choi@ekir.de. Chorerfahrung ist willkommen, aber nicht unbedingt erforderlich – entscheidend ist die Freude am gemeinsamen Singen. Chorprojekt

Singt dem Herrn ein neues Lied

Ihr Lieben, ist euch schon einmal aufgefallen, wie oft Menschen in der Bibel dazu aufgefordert werden, Gott ein neues Lied zu singen? (Jesaja 42,10; Psalm 96,1; 98,1; 149,1)

h_epd_00255163Ich habe mich gefragt, was mit dem neuen Lied gemeint ist. Geht es um moderne Lieder? Die Meinungen zu modernen Kirchenliedern gehen ja ziemlich weit auseinander. Beim Lesen in der Bibel habe ich dann festgestellt, dass es bei dem neuen Lied, das wir für Gott singen sollen, nicht um neu im Sinn von modern geht. Gemeint ist eher ein Gegensatz: Hört auf, ewig die alte Leier zu singen, ewig dasselbe alte Lied. Singt endlich das neue Lied. Nun frage ich: Wie klingt das alte Lied, die alte Leier menschlichen Lebens? Möglicherweise klingt es so: Alles ist vergänglich und nichtig und dreht sich im Kreis. Es geschieht nichts Neues unter der Sonne. Alles läuft so, wie es immer gewesen ist und alles versinkt irgendwann einmal im schwarzen Loch des Vergessens. – So ähnlich stimmt der Prediger Salomo das alte Lied des Lebens an. Die alte Leier ist also das Lied, das den Zustand unseres Lebens und unserer Welt besingt, so wie sie ist; das aber nichts grundlegend Neues, keine grundlegende Veränderung mehr erwartet.

Singt dem Herrn ein neues Lied – das ist zuerst die Ansage: Es gibt was Neues zu besingen; es ist noch was drin für euer persönliches Leben und für die ganze Welt. Singt dem Herrn ein neues Lied – hinter dieser Aufforderung steckt die Gewissheit: Es kommt noch was auf uns zu, etwas ganz Neues, das könnt ihr erfahren und das könnte euch in Herzen, Mund und Händen und in die Füße fahren und könnte euch den Mund öffnen für ein neues Lied. Also: Das neue Lied, das zu singen wir ermuntert werden, soll unsere Reaktion auf Gottes Tun sein.

Wenn ich mir biblische Beispiele für das neue Lied anschaue, wird mir klar: Das neue Lied ist ein altes Lied. Das literarisch älteste Stück der Bibel ist ein Lied; für uns ein uraltes Lied. Und doch ist es das neue Lied. Es ist das Lied der Rettung. Das Lied über eine neue, überraschende, nicht zu erwartende Tat Gottes. Im 15. Kapitel des zweiten Mosebuches steht dies älteste neue Lied der Bibel: Ich will dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan. Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt. Der Herr ist meine Stärke und mein Lobgesang und mein Heil.

Das ist das neue Lied. Das Lied der unerwarteten Rettung durch Gott. Es ist das Lied der unglaublichen Befreiung aus der Sklaverei. Es ist das Lied vom wunderbaren Weg durch Fluten und Angst hinein ins Land der Freiheit. Immer, wenn Israel sich an die grundlegende Befreiungstat Gottes erinnerte, die Herausführung aus Ägypten, dann war ein Lied fällig, ein Loblied: Was für ein Gott bist du! Du hast es fertiggebracht, dass wir Menschen erhobenen Hauptes sein dürfen. Du hast uns den beschwerlichen Weg in die Freiheit geführt. Du hast uns deine guten Gebote als Einweisung in die Freiheit gegeben. Was bist du für ein Gott!

Wir Christen erinnern uns an die ganz besondere Befreiungstat Gottes zu Ostern, als Gott seinen Sohn Jesus Christus aus dem Tod herausgerissen hat in ein neues, unvergängliches Leben. Seitdem ist die Hoffnung in der Welt, dass der Tod nicht länger der große Zerstörer des Lebens ist und dass Gottes Liebe unbesiegbar bleibt. Ein bedeutender Theologe hat einmal formuliert: Die Nachricht von Ostern ist die einzige Neuigkeit der Weltgeschichte: Jesus lebt, mit ihm auch ich. Wenn das kein Grund für ein neues Lied ist! Für mich sind die alten Osterlieder die leuchtendsten Beispiele für das neue Lied: Auf, auf, mein Herz mit Freuden, nimm wahr, was heut‘ geschieht … Das ist das neue Lied.

Ich begreife: Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir lieber die alten Choräle singen oder neuere Lieder bevorzugen. Die entscheidende Frage ist: Können wir den Mund nicht mehr halten, weil wir so froh und dankbar darüber sind, dass Gott uns in die Freiheit geführt hat? Sucht sich bei uns die Freude darüber, dass er uns zu seinen Kindern gemacht hat, Luft im neuen Lied? Du bist geliebter, als du denkst! Gott will ohne dich nicht sein. Wir sind aus krummem Holz geschnitzt und dürfen doch aufrechten Ganges gehen, durch Jesus Christus, unseren Herrn.

Das wird dann ein neues Lied, und die Frage, ob es als Choral oder als Gospel oder als Neues Geistliches Lied erklingt, ist zweitrangig.

Herzlich
Ihr Pfarrer Martin Göbler