Herzlich willkommen!

Verabschiedung von Pastor Axel Mertig

1aLetzten Sonntag wurde in einem feierlichen Gottesdienst Pastor Axel Mertig von seinem Dienst in der Ev. Kirchengemeinde Altenkirchen entpflichtet. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die den Gottesdienst mitgestaltet haben, vor allem den Konfirmandinnen und Konfirmanden, die, von Wiebke Herbeck angeführt, die biblische Geschichte von Moses auf dem Berg Horeb szenisch darstellten. Pfarrerin Gudrun Weber-Gerhards, Presbyterinnen und Presbyter, Vertreterinnen der Frauenhilfe und viele Gemeindeglieder bedankten sich bei Pastor Mertig für fast zwei Jahre Einsatz in der Gemeinde und übergaben ihm Geschenke sowie zahlreiche Grußkarten.

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Überrascht wurde Pastor Mertig durch ein musikalisches Geschenk: Mareen van Dorn und Martin Schmid interpretierten den Titel „True Colors“ von Cindy Lauper. Nach dem Gottesdienst gab es einen kleinen Imbiss. Wir wünschen Pastor Mertig alles Gute für die Zukunft!

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Sammelaktion für die Ukraine

Wir stellen Ihnen hier eine Aktion des Westerwaldgymnasiums Altenkirchen vor, in der Wachsreste für die Ukraine gesammelt werden. Möglicherweise haben Sie gerade nach Weihnachten einiges restliches Kerzenwachs, das ein wertvoller Rohstoff ist.

Wer sich beteiligen möchte, kann das auf direktem Weg (Westerwaldgymnasium Altenkirchen, Glockenspitze) tun, aber auch über das Schulreferat in Altenkirchen (Pfr. Martin Autschbach) oder die Vorräte beim nächsten Kirchenbesuch abgeben. Die Aktion läuft noch bis zum 31. Januar.

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Infos zum Weltgebetstag

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Der Energiekrise begegnen

Die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes Altenkirchen informiert vor Ort

Die Energiekrise steht vor der Tür: Drastische Preiserhöhungen, Kündigungen durch Energieversorger, hohe Nachzahlungen und Abschläge, ja sogar Stromsperren beschäftigen derzeit viele Menschen. Nicht selten kommt es jetzt zu Zahlungsschwierigkeiten, sodass sich Verunsicherungen und Existenzängste unter der Bevölkerung mehr und mehr ausbreiten. Die Schuldner-/Insolvenzberatung der Diakonie Altenkirchen gibt ab Beginn des neuen Jahres aufsuchend an mehreren Orten in Vorträgen und als Einzelfallberatung Tipps und Informationen, um der Energiekrise etwas standfester zu begegnen. Die Inhalte des Angebotes umfassen die Bereiche:

  • Grundlagen der Strombelieferung und Stromabrechnung
  • Energiesperre
  • Energieeinsparung
  • mögliche Teil-/Übernahme von Strom-/Heizkosten bzw. weitere Hilfsangebote
Dazu gibt es Vorträge und Einzelfallberatungen. Termine und Kontaktmöglichkeiten entnehmen Sie bitte der Information des Diakonischen Werkes:

Schuldnerberatung

„Komm!“ – Adventliche Variationen

Im September besuchte die Kirchenleitung unseren Kirchenkreis.

carpet-gdc3a1cb08_1920Sie wollten hören und sehen, was uns Sorgen macht, und auch wie wir mit viel Engagement an der Seite der Menschen leben und Gottes Güte und Hoffnung verkündigen. Ich erhielt ein kleines Büchlein von Präses Latzel (Bedingungslos. Vom Halt in zerbrechlichen Zeiten, 2020) mit seinen Texten. Daraus zitiere ich mit kleinen Abänderungen:

„Komm, komm, komm“ (anlockend wie bei einem Hund) – „Komm jetzt!“ (nachdrücklich, energisch auffordernd) – „Komm!“ (einladend mit weit offenen Armen) – „Ach, komm“ (resignierend, abwinkend) – Wie warten wir auf das Kommen Christi?

Romantisch stimmungsvoll mit Adventskranz-candlelight-Stimmung: „Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud“ (eg 1,4)? Oder werden wir zum protestantischen Prometheus, zum ungeduldigen Himmelsstürmer: „O Heiland reiß die Himmel auf“ (eg 7)? Machen wir asketische Übungen und Wüstenwanderung à la Johannes, dem Täufer, dem großen Christus-Warter: „Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt“ (eg 10)? Oder feiern wir im Glanz des Weihnachtswunders – mit Lebkuchen, Glühwein, Christstollen: „Tochter Zion, freue dich“ (eg 13)? Oder haben wir das Warten schon längst aufgegeben: „Was kann aus Nazareth (bzw. vom Himmel) Gutes kommen“ (Joh 1,46)?

Wenn ich (Latzel) für mich den Advent mit einem Wort, einem Gefühl beschreiben soll, so ist dies: Unfertig sein. Erlöst von jedem selbstgewählten oder fremd auferlegten Perfektionismus. Wie könnte ich schon fertig sein, wenn Christus erst noch wiederkommt?

Jeder Perserteppich, so sagt man, hat als Erkennungszeichen zumindest einen Webfehler. Ein Hinweis darauf, dass Gott allein vollkommen ist. Ich knüpfe meinen großen Lebensteppich mit schönen Mustern, Farben und Fäden – und lasse meine falschen Knoten und Webfehler Platzhalter der Güte Gottes sein, Zeichen der Sehnsucht nach der Ankunft des Gegenwärtigen. Ich bin noch nicht fertig. Die Welt ist noch nicht fertig, noch nicht die, die sein wird. Ja auch Gott ist noch nicht fertig. Er ist zwar schon der, der er sein wird. In seinem Wesen, in seiner schöpferischen Liebe. Aber er ist noch nicht fertig, weil er sich mit uns eingelassen hat - mit Adam und Eva, Maria und Josef. Gott ist noch nicht fertig, weil seine Schöpfung noch nicht so weit ist, weil wir ihm fehlen...

Zum Schluss eine der Geschichten, in der dieses unfertig sein, diese Widersinnigkeit des Glaubens eindrücklich erzählt wird (Mt 11, 2-5). Als Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hört, lässt er seine Jünger diesen fragen: Bist du der da kommen soll? Jesus antwortet: „Sagt Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen. Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt“.

Advent, das heißt: wie Johannes im eigenen Gefängnis nach dem zu fragen, der ganz anders ist, auf den wir immer warteten und der doch schon da ist, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass die Welt, ich selbst, ganz anders werde: „Dass Blinde sehen, Lahme gehen, Taube hören, Tote auferstehen“ und an der unbegreiflichen Verborgenheit der Liebe Gottes nicht irre werden.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Adventszeit voller Segen.
Ihre Pfarrerin
Gudrun Weber-Gerhards