Nordbezirk

2018-08-21 Foto 1Die Konfirmandinnen und Konfirmanden des Nordbezirks von Pfr'in Gudrun Weber-Gerhards:

Cara Bellersheim, Helmenzen
Jana Bellersheim, Helmenzen
Alexander Boiko, Altenkirchen
Hannah Boor, Altenkirchen
Nicolai Hertlein, Helmenzen
Jerrit Jendroßek, Helmenzen
Lukas Klassen, Altenkirchen
Sofie Kovalitskiy, Altenkirchen
Johanna Krämer, Busenhausen
Charlotte Sturm, Busenhausen
Moussa Varolgil, Altenkirchen

Ein ganz besonderer Gottesdienst

Die 10 Gebote waren Inhalt eines Gottesdienstes am 25. August, den die Konfirmandengruppe des Nordbezirkes mit Pfarrerin Weber-Gerhards vorbereitet hatten.

_M3A7179_11_M3A7179_1_M3A7179_3Im Vorfeld haben sie sich sehr gezielt mit Geboten auseinandergesetzt: Gebote, die uns heute wichtig erscheinen. Und sie haben sich gefragt, wie das Leben vor ca. 3000 Jahren wohl aussah, als die 10 Gebote entstanden. Intensive Gespräche und ein kreativer Gedankenaustausch waren die Grundlage für den gemeinsam gestalteten Gottesdienst. Im Hinblick auf die heutige Zeit fehlte den Konfirmand*innen ein wichtiges Gebot, „Du sollst die Umwelt schützen!“, welches sie den 10 Geboten hinzufügten.

Für den Gottesdienst wurden dann unterschiedliche Kirchenfenster aus Papier gestaltet und passende Texte geschrieben, die elf Gebote darstellten. In einem Interview erzählen die Konfirmandinnen Sofie und Hannah und der Konfirmand Jerrit von ihren Gedanken zu diesem besonderen Gottesdienst.

Frage: Warum sind die Gebote so wichtig?

Hannah: Ich halte die Gebote für sehr wichtig. Sie sind wichtig für den Umgang miteinander.

Sofie: Sie sind wichtig, weil sie von Gott kommen und die Regeln vorgeben. Jeder Mensch muss sich an Regeln halten, damit nicht jeder macht, was er will.

Jerrit: Am wichtigsten für mich ist das Gebot „Du sollst nicht töten“. Man selber hat auch nur ein Leben. Daher soll man das Leben eines anderen und damit auch das Leben z. B. seiner Familie nicht zerstören.

Hannah: Andere Gebote, wie z.B. „Du sollst den Feiertag heiligen“, sind nicht so wichtig in der heutigen Zeit. Viele Menschen müssen auch am Sonntag und an Feiertagen arbeiten, z.B. Polizisten und Ärzte.

Jerrit: Und es gibt Gebote, die einfach nicht mehr so beachtet werden. Zum Beispiel das Gebot „Du sollst keinen Ehebruch begehen“. Früher war das sehr wichtig, weil die Frauen nicht gearbeitet haben und abhängig waren. Aber heute gehen Frauen arbeiten und können sich selbst versorgen.

Ihr habt ein weiteres Gebot dazu genommen. Warum ist euch das so wichtig?

Sofie: Das Gebot mit der Umweltverschmutzung fehlte uns, das haben wir dazu genommen. Weil zum Beispiel viel Plastik ins Meer geworfen wird und dadurch viele Tiere sterben. Das ist für die Menschen auch nicht so gut.
Hannah: Die Umwelt zu schützen ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Es fehlt bei den Geboten von früher, weil es einfach früher nicht so wichtig war wie heute.

Jerrit: Wir haben eben nur diesen einen Planeten. Wenn wir den weiterhin zerstören, dann ist es vorbei mit uns!

Wie war es für euch, einen Gottesdienst zu gestalten?

Sofie: Den Gottesdienst fand ich gut. Ich interessiere mich sehr für Gottesdienste, durch die Vorbereitung habe ich viel gelernt. In der Schule haben wir leider nur eine Stunde Religion in der Woche. Das ist sehr wenig.

Hannah: „Bei dem Gottesdienst war mir wichtig, dass die Leute uns zuhören und etwas mitnehmen. Viele haben uns hinterher angesprochen und waren sehr angetan vom Gottesdienst.

Jerrit: Durch den Gottesdienst habe ich gelernt, was alles so an Vorbereitung hinter nur einer Stunde Gottesdienst steckt. Lieder aussuchen, Fürbitten schreiben und noch vieles mehr. Ich fand, dass das Thema Gebote ein wichtiger Inhalt für einen Gottesdienst ist. Für mich war es gut, den Gottesdienst mitgestalten zu können.

Interview: Diana Wendt